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Unsere
Schuleingangsphase
Die Klassen 1 und 2 der Grundschule auf der Lieth werden als Schuleingangsphase geführt, in der die Schülerinnen und Schüler in
Jahrgangsklassen
unterrichtet werden. Unabhängig von ihren individuellen Lernvoraussetzungen werden alle schulpflichtigen Kinder sowie Kinder, die auf Antrag der Erziehungsberechtigten eingeschult werden, in die erste Klasse aufgenommen. Die Kinder haben die Möglichkeit, diese Eingangsstufe je nach Begabung in ein bis drei Jahren zu durchlaufen.
1. Förderdiagnostik
1.1. In den ersten Wochen nach der Einschulung finden in den 1. Klassen gezielte Beobachtungen der Schülerinnen und Schüler durch die jeweiligen Klassenlehrer und die sozialpädagogische Fachkraft statt. Diese Beobachtungen zielen in erster Linie auf Konzentrationsfähigkeit, Arbeitsverhalten, Gruppenverhalten und spezielle Verhaltensauffälligkeiten.
1.2. Ca. drei Wochen vor den Herbstferien werden die Basiskompetenzen aller Schülerinnen und Schüler überprüft. Der Test findet für jede Klasse an einem Vormittag in der 1. bis 3. Stunde statt. Die Kinder werden dabei betreut von den Klassenlehrern der 1. Klassen, der sozialpädagogischen Fachkraft und zwei LAA´s. Die somit erforderliche Stundenplanänderung wird den Eltern im Vorfeld mitgeteilt. Jedes Kind erhält eine Mappe mit Testbögen, die an einzelnen Stationen abgearbeitet werden. Die Überprüfung umfasst folgende Basiskompetenzen:
auditive/visuelle Wahrnehmung
Feinmotorik
Mengenauffassung
geometrische Grundkenntnisse
Raumorientierung
aktiver/passiver Wortschatz (Aufgabenverständnis)
1.3. Um die Grobmotorik zu überprüfen, wird in der Turnhalle an einem Morgen ein Parcours aufgebaut, den die Kinder klassenweise durchlaufen. Die Durchführung obliegen einem Sportlehrer, der Klassenlehrerin und der sozialpädagogischen Fachkraft.
2. Erstellung von Förderplänen
2.1. Im Anschluss an die Gesamtüberprüfung werden die Erhebungen im Team ausgewertet. Die Ergebnisse schlagen sich nieder in individuellen Förderplänen für Kinder mit besonderen Schwächen bzw. besonderen Stärken und Begabungen. Diese werden mit dem Kind und den Eltern besprochen und für die Zeitspanne von jeweils sechs Wochen je nach Entwicklung fortgeschrieben.
2.2. Der Prozess einer Förderplanung vollzieht sich in folgenden Schritten:
Bestandsaufnahme des momentanen Lern- und Entwicklungsstandes
Prioritätensetzung bei der Festlegung des Bedarfes
Planung von Maßnahmen
Umsetzung der geplanten Maßnahmen
Evaluation der durchgeführten Maßnahmen
Fortschreibung weiterführender Ziele
Der Förderplan für einen einzelnen Schüler mit seinen individuellen Förderschwerpunkten ist auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt und muss mit Ablauf dieses Zeitpunktes auf seine Wirksamkeit hin überprüft werden. Haben die gewählten Maßnahmen zum gewünschten Ziel geführt, können entweder weitere Ziele in diesem Bereich gesetzt werden oder es wird der nächstwichtige Förderbereich geplant. Haben Ziele und Maßnahmen nicht zum gewünschten Erfolg geführt, muss der Grund dafür überprüft werden (zu hohe Zielsetzung, unpassende Maßnahmen usw.).
3. Umsetzung von Förderplänen
Die Förderung unserer Kinder erfolgt im Rahmen von innerer Differenzierung im Klassenverband durch die Klassenlehrer und die sozialpädagogische Fachkraft. Dazu kommen äußere Differenzierungsmaßnahmen durch die sozialpädagogische Fachkraft, in denen Kinder mit ähnlichen Defiziten aus den Eingangsklassen in Gruppen zusammengefasst werden. Insgesamt steht uns diese Fachkraft 15 Stunden pro Woche zur Verfügung, die so verteilt sind, dass die Kinder an jedem Tag gefördert werden. Ihr Hauptaufgabengebiet ist es, Kinder in den Basiskompetenzen zu stärken. Offene Unterrichtsangebote ermöglichen unterschiedlich schnell lernenden Kindern, zum Ziel zu kommen.
Besonders begabte Kinder erhalten zusätzliche Aufgabenstellungen und individuell angepasste Übungsmaterialien mit höheren Anforderungen. Sie können in bestimmten Fächern auch am Unterricht der nächsthöheren Klasse teilnehmen. Darüber hinaus gibt es auch die Möglichkeit des Überspringens einer Klasse.
Die Eltern werden sowohl über die diagnostischen Erhebungen als auch die Förderpläne informiert. Darüber hinaus werden mögliche Anregungen der Eltern mit einbezogen und geplante und realistisch leistbare Mitarbeit der Eltern vereinbart. Ebenso erfolgt eine Beratung über den evtl. Einsatz von ambulanten Ergotherapeuten oder Logopäden.
4. Ausblick
Um Erfahrungen mit jahrgangsübergreifenden Modellen zu machen, werden wir im Rahmen einzelner Projekte (Musik, Kunst, Sport, Sachunterricht) Kinder der 1. und der 2. Klasse in einzelnen und später evtl. regelmäßigen Stunden zusammenfassen und gemeinsam Themen erarbeiten.
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