Klassenfahrt 4b

Klassenfahrt nach Germete

Vom 27. bis 29.9.10 unternahm die Klasse 4b mit Frau Kulinna und den Müttern Frau Kuck und Frau Lamarz eine Klassenfahrt nach Germete bei Warburg. Stellvertretend für die ganze Klasse schreibt Hannah eine Erlebnisbericht über diese ereignisreichen, gemeinsame Zeit :

 

Mein Klassenausflug nach Germete

Früh morgens traf ich mich am Montag, den 27.9., mit meiner Klasse am Peckelsheimer Weg in der Nähe der Schule. Wir wollte eine schöne und interessante Klassenfahrt mit zwei Übernachtungen in Germete unternehmen.

Ein Bus wartete bereits auf die ganze Klasse 4b. Alle hatten Koffer oder große Taschen dabei, die der hilfsbereite Busfahrer ordentlich in den Laderaum verstaute. Während der 45 – minütigen Fahrt zu unserem ersten Ziel zum Desenberg nutzten wir die Zeit, um Spiele zu spielen.

Als wir aus dem Bus ausstiegen, merkten wir, dass es nieselte und zugleich regnete. Wir suchten den richtigen Weg und kletterten, einige flink und andere mühsam, den Weg entlang, bis wir bei einem Schild stehen blieben. Hier zeigte uns Frau Kulinna die schöne Aussicht und erzählte uns die Sage über den Desenberg mit dem Drachen, der sein Unwesen auf dem Desenberg, bei den Bauern und auf den Feldern trieb. Ein kluger Mann, stellte einen riesengroßen Spiegel auf, in den der Drache hineinschaute und mehrere Drachen erblickte, so dass er floh. Von nun an hieß der Kluge „ Freiherr von Spiegel“. Gleich darauf kletterten wir noch auf den Turm der Burgruine. Von dort aus konnten wir die ganze Warburger Börde erkennen.Nach dem tollen Erlebnis kehrten wir zum Bus, der auf uns wartete, zurück. Er brachte uns endlich zum Landhaus in Germete, wo wir übernachten würden.

Bald hielt der Bus auch und ich war erstaunt, dass das Haus fast neben einem Wald war. Nun brachten wir unser Gepäck in unsere Zimmer, wo ich anfing, meine Sachen zu sortieren und das Bett zu beziehen. In der Schule hatten wir bereits einen Plan erstellt, wer mit wem ein Zimmer teilen wollte. Es gab 2 er, 3 er, 4 er und Einzelzimmer. Jeder durfte sich seine Zimmernachbarn aussuchen. Ich teilte mir das Zimmer mit Viola. In der Zwischenzeit hatten die beiden Mütter Frau Kuck und Frau Lamarz Spaghetti vorbereitet, die wir alle auch gern aßen. Jeder musste sich am Tischdienst beteiligen. Auf einem Plan an der Esszimmertür konnten wir sehen, wann wir den Tisch decken oder abräumen mussten. Nach der Mahlzeit hatten wir Ausruh – und Spielstunde. Als die zu Ende war, zeigte uns Frau Kulinna, wie man Freundschaftsarmbänder anfertigen konnte. Am Anfang fiel es uns schwer, aber je mehr wir Übungen ausführten, desto leichter und schneller ging es.

Am Nachmittag machten wir eine Wanderung durch den Wald und wollten zum Heinturm. Plötzlich rutschte Frau Kulinna auf dem Schlamm aus und fiel hin, so dass sie alle Sachen mit Schlamm verdreckt hatte. Alle begannen laut zu lachen.

Nun liefen wir weiter in Richtung Heinturm, der das Wahrzeichen von Germete und dem Nachbarort Ossendorf ist. Der Heinturm befand sich früher inmitten einer Maueranlage, die das Warburger Land vor Feinden schützen sollte. Wir konnten leider nicht auf den Turm hinauf, weil früher die Leute mit einer Leiter hinauf kamen, die nun nicht mehr stand. Nachdem wir uns alles genau angeschaut hatten, liefen wir zurück zum Landhaus, in dem wir noch ein wenig spielten. Frau Kulinna hatte eine Landhausrallye vorbereitet, bei der es im Haus viel zu entdecken gab. Jetzt wissen alle , wie viele Bette, Türen , Stuhlbeine oder Bilder das Haus hat oder wie lang die Grashalme auf der Wiese draußen sind. Das Abendbrot mit Pizza war sehr lecker.  Zum Schluss putzten wir noch unsere Zähne und legten uns ins Bett. Viola und ich konnten nicht einschlafen und huschten in die Betten von Viki und Kati. Danach sind wir zwei Mal aus dem Bett gefallen, weil es so eng war.

Am zweiten Tag schmeckte das Frühstück besonders lecker. Es gab Brötchen mit Belag und Tee. Um 9.30 Uhr wanderten wir dann zur Fischfarm nach Ossendorf. Unterwegs sahen wir einen Vorgarten mit silbernen Herzen und Schleifen, weil die Bewohner silberne Hochzeit feiterten. Bei der Fischfarm angekommen, begrüßte uns Herr Koch, der Leiter des Unternehmens. Er zeigte uns viele verschiedene Fische in unterschiedlichen Größen, die wir alle anfassen durften. Er holte sie mit einem Casher heraus. Die Fische werden gezüchtet und später auf Märkten oder in Läden verkauft. Manche kleine Setzlinge werden auch wieder in der Diemel ausgesetzt, damit sie dort in der freien Natur überleben können. Zum Mittagessen später gab es Kartoffelpürree, Chicken, Buttergemüse, Eistee und Früchtetee. Zum Nachtisch schmeckte uns der Schokoladen – und Vanillepudding sehr lecker. Am Nachmittag rannten und liefen wir an der Diemel entlang zur Mineralwasserfabrik Germeta . Unterwegs sahen wir Shetland – Ponys und streichelten sie. An unserem Ziel begrüßte uns Herr Löwen, der uns alle spannenden Maschinen zeigte, die alles unter Kontrolle halten mussten. Wir durften uns auch eine Flasche Wasser und viele kleine Röhrchen mitnehmen, aus denen die großen Flaschen gemacht werden. Ich war sehr erstaunt über die Maschinen, die alles selber regelten. Die Arbeiter mussten sie aber über den Computer einstellen. Nach der Besichtigung kehrten wir eilig wieder zum Landhaus zurück, denn wir hatten noch vor, ein Lagerfeuer und eine Nachtwanderung zum Judenfriedhof zu unternehmen.

Dann spät am Abend nach dem hellen Lagerfeuer holten wir unsere Taschenlampen und suchten den richtigen Weg dorthin. Wir öffneten die Tore und traten ein. Mit fielen besonders die in einer Reihe geordneten Grabsteine auf. Ich konnte ein paar Buchstaben entziffern. Es war alles gruselig und schön. Hiernach waren wir alle müde und im Landhaus schliefen wir sofort in unseren Betten ein.

Am letzten Tag schmeckte das gemeinsame Frühstück prima. Die Mütter sorgten gut für uns ! Danach war Pack– und Aufräumzeit. Frau Kulinna schaute dann in jedes Zimmer, ob es ordentlich verlassen war. In meinem Zimmer war alles super aufgeräumt. Später holte uns der Bus wieder ab.Ich wäre gern noch ein wenig dageblieben, weil es auch so viel Natur um mich herum gab. Es war superschön !

 Hannah, 4b

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